Katzen-Psycho-Logisches
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"Ein Kätzchen wird gesucht, das weder kratzt noch beißt,
Sarkastisch, aber wahr! So steht es, frei zitiert, bereits bei Goethe. |
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Die ideale Katze |
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Gänzlich
Unmögliches fordern berufstätige Singles, wenn sie sich eine
Katze in Einzelhaft halten und sich vorstellen, es sei eine zum Sofakissen
mutierte Wohnungsdekoration, die klag- und reglos verharrt, bis Herrchen
oder Frauchen nach zehn Stunden öder Einsamkeit endlich heimkommt,
das teure Dosenfresschen serviert, um dann ins Nachtleben abzutauchen
oder zum Lebensabschnittsgefährten. Wer zehn Stunden außer
Haus ist und die restliche Zeit alleine lebt, ist nicht der ideale Partner
für ein Einzeltier. Womit soll es sich denn die Zeit des Alleinseins
vertreiben? Etwa mit der Couch, der Tischdecke oder dem Gummibaum ?
Da müssen erst kleine, übel riechende "Geschenke"auf
die Zwangslage aufmerksam machen? Besser, man lässt solche Unarten
erst gar nicht aufkommen, und sieht sich rechtzeitig nach einem passenden
Artgenossen um, denn spielen, kuscheln, den Körper pflegen und
miteinander raufen lässt sich am besten von Katze zu Katze. Wer
das nicht einsehen mag, wäre mit einem Stofftier besser beraten,
als mit einem lebenden Geschöpf. |
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Katzen
und Kinder Dabei
kann eine Familien-Chartreux sehr glücklich werden in der
RICHTIGEN Familie, wo sie keine Kinder unter sechs Jahren aushalten
muss, geliebt, verstanden und respektiert wird. Wenn der Dialog zwischen
Kleinkind und Katze scheitert, dann liegt das meist an ihrer verschiedenen
Sprache. Spitze Schreie, Getrampel und zappelnde, zupackende Händchen
schlagen jede Katze in die Flucht, besonders aber die Chartreux, weil
sie jede körperliche Bedrängnis verabscheut. Wenn das Kind
mit hellen Freudenschreien auf das Objekt seiner Begierde zustürzt
und sagen will: "Ich mag dich so, hab mich lieb, komm lass
dich streicheln!", dann versteht die Katze: "Rühr
dich nicht, du gehörst mir, ich mach dich platt." Einsichtige
Eltern werden darum mit der Anschaffung eines Kätzchens so lange
warten, bis die Kinder alt genug sind, um sich besser in der Sprache
der Tiere auszudrücken. Katzen
und Babys müssen sich aber nicht zwangsläufig meiden. Chartreux
lassen sich durchaus an Babys gewöhnen, wenn sie bereits vor dem
Kind ins Haus gekommen sind und keinen Anlass für zur Eifersucht
sehen. Dann passiert es sogar, dass die Katze ihr Menschenkind bemuttert
und ihm den tollpatschigen Umgang nicht verübelt. Soll ein harmonisches
Zusammenleben gelingen, sind in jedem Fall Eltern mit eigener Katzen-Erfahrung
und viel Fingerspitzengefühl gefragt. Je älter
die Kinder werden, umso stärker sollten sie beim Versorgen ihrer
Katze in die Pflicht genommen werden. Denn nur, wenn sie die Bedürfnisse
ihrer Tiere im Allgemeinen und die der Chartreux im Besonderen kennen
und befriedigen, lernen junge Menschen Verantwortung, Einfühlungsvermögen
und Rücksichtnahme fürs spätere Leben. Wie jeder Pädagoge
weiß, sind Kinder, die Katzen zu Hause haben, die besseren Schüler,
weil sie vom Umgang mit ihren Tieren wesentlich mehr an sozialer Kompetenz
profitieren, als vom monologisierenden Lehrer. |
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Wo die Chartreux am liebsten wohnt |
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Eine
Chartreux lebt gern mit anderen Katzen zusammen, sofern Temperament
und Alter harmonieren. Sie braucht nicht unbedingt ein Rassetier zum
Glücklichsein. Sie kann auch mit einem Partner vom Landadel zufrieden
sein. Doch jede Neue sollte sich, mit der bereits im Haus lebenden,
gut vertragen. Beim leisesten Zweifel, ob man seiner alten Erstkatze
eine junge zweite vor die Nase setzen darf, sollte man lieber verzichten,
als den alt gedienten Liebling in die |
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Psychose
zu treiben. Eher lässt sich ein jüngeres Tier in eine bestehende
Gruppe integrieren, wo es leichter Verbündete findet. Mit katzenverträglichen
Hunden schließt eine Chartreux gerne Freundschaft. Die hält
dann auch meist ein Leben lang nicht nur, weil dieser Katzenrasse
hundeähnliche Eigenschaften nachsagt werden. Weniger
eindeutig lässt sich beantworten, ob eine Chartreux in der Wohnung
glücklich werden kann, oder Freilauf braucht. So viel steht aber
fest: unsere Jungtiere kennen bis zur Abgabe nur die Wohnung. Sie werden
darum nichts vermissen, wenn ihr neues Zuhause nur ein Zimmer ( hoffentlich
mit Aussicht! ) hat. Man erwarte aber nicht, dass Chartreux vor offenen
Gartentüren sitzen bleiben oder sich nur bis zur Terrasse trauen.
Wenn sie den Garten benützen dürfen, dann tun sie es gründlich
und mit Genuss. Auch wenn er gesichert ist, werden sie sicher jedes
Loch im Zaun finden. Im Wesentlichen hängt es von der Wohnlage
und dem Wohlwollen der Nachbarn ab, ob man seine Chartreux ins Freie
lassen kann, oder nicht. Ein Kompromiss wäre der kontrollierte
Ausgang an der Leine. Wunschlos glücklich wirkt zum Beispiel mein
Kater Boccaccio de Mumm, wenn er an der Leine seiner Besitzerin
die Strasse entlang rennen und Bäume und Autos markieren darf. |
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Wer eine Chartreux verdient |
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| Artikel
von Elisabeth Roth Chartreux Katzenzucht "de Mumm", München |
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